Eine Taucheruhr, geboren aus einem Firmenjubiläum
Breitling Superocean: Die Taucheruhr-Ikone im Detail
In der Uhrenberatung bei Juwelier Eckstein in Saarbrücken hören wir bei der Breitling Superocean oft dieselbe überraschte Reaktion: dass eine Taucheruhr ausgerechnet aus einem persönlichen Firmenanlass entstand. 1957 stellte Breitling mit der Superocean seine erste eigene Taucheruhr vor – nicht nur als Antwort auf das aufkommende Sporttauchen, sondern zu einem Jubiläum, das heute kaum noch jemand kennt. Diese Geschichte erklärt auch, warum die Kollektion bis heute in zwei sehr unterschiedlichen Linien weiterlebt.
Ein Uhrenmodell als Familienereignis
Wie die Superocean 1957 zum Jubiläumsgeschenk wurde
1957 brachte Breitling gleich zwei neue Taucheruhren auf einmal heraus: die zeitanzeigende Referenz 1004 und die Chronographen-Version Referenz 807 – gemeinsam der Start der Superocean-Kollektion. Der Zeitpunkt war kein Zufall: Er markierte das 25-jährige Jubiläum von Willy Breitling an der Spitze des Familienunternehmens, das sein Großvater Léon Breitling 1884 gegründet hatte.
Willy Breitling hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Navitimer und wesentliche Chronographen-Neuerungen der Marke geprägt. Mit der Superocean erweiterte er das Feld um einen neuen Einsatzbereich: die Tiefsee. Fliegerei, Motorsport und nun auch das Tauchen – jede Kollektion sollte einem konkreten, professionellen Zweck dienen, nicht der reinen Dekoration.
Diese Linie reichte über Generationen zurück: Bereits 1915 hatte Willy Breitlings Vater Gaston Breitling den ersten unabhängigen Drücker für Chronographen eingeführt, 1934 ergänzte Willy Breitling selbst den zweiten Drücker zur Nullstellung – die technische Grundlage, auf der später auch die Navitimer aufbaute. Die Superocean entstand somit nicht isoliert, sondern als konsequente Fortsetzung einer Familientradition der Präzisionsuhrmacherei.
Ein Rekord, den kaum jemand kennt
200 Meter Wasserdichtigkeit – und der erste Taucher-Chronograph
Mit einer Wasserdichtigkeit von 200 Metern erreichte die Superocean 1957 einen Wert, der die damals neue Rolex Submariner mit 100 Metern deutlich übertraf; erst im selben Jahr zog Omega mit der Seamaster nach. Die Chronographen-Version Referenz 807 ging noch einen Schritt weiter und zählt zu den ersten Taucheruhren mit Chronographenfunktion überhaupt.
Für die Ablesbarkeit unter Wasser erhielt sie ein kontrastreiches Zifferblatt mit hellen Hilfszifferblättern auf dunklem Grund – ein Design, das Sammler heute als „Reverse Panda“ bezeichnen. Diese Kombination aus Tiefe, Funktion und Ablesbarkeit machte die Superocean 1957 zu einem der technisch anspruchsvollsten Taucherinstrumente ihrer Zeit.
Die Wasserdichtigkeit blieb über Jahrzehnte ein zentrales Entwicklungsfeld der Kollektion: 1983 erreichte die SuperOcean „Deep Sea“ (Referenz 81190) bereits 1.000 Meter – ermöglicht durch ein patentiertes Helium-Auslassventil im Gehäuseboden. Bei langen Sättigungstauchgängen dringen Heliumatome durch die Dichtungen ins Uhrengehäuse ein; steigt der Innendruck beim Auftauchen zu stark an, lässt das Ventil das Gas kontrolliert entweichen, statt das Glas absprengen zu lassen.
Ein Comeback mit Manufakturwerk
Von der Ikone zur Superocean Heritage
Die klassische Linie lebt heute in der Superocean Heritage weiter – einer bewussten Rückbesinnung auf die Formensprache von 1957, kombiniert mit moderner Technik. Die aktuelle Generation ist in den Gehäusegrößen 36, 40, 42 und 44 Millimeter erhältlich, durchgehend in Edelstahl gefertigt und bis 200 Meter wasserdicht.
Angetrieben wird sie vom hauseigenen Automatikkaliber B31 mit rund 78 Stunden Gangreserve; die 42-Millimeter-Chronographenversion nutzt das Manufakturkaliber B01. Sämtliche mechanischen Breitling-Uhrwerke – auch die der Superocean-Linien – sind COSC-zertifiziert, dem international anerkannten Gütezeichen für Chronometerpräzision.
Ein Element blieb über alle Generationen hinweg erhalten: die unidirektional drehbare Lünette. Sie lässt sich nur gegen den Uhrzeigersinn drehen, sodass ein versehentliches Verstellen die angezeigte Tauchzeit stets verkürzt und nie verlängert – ein einfacher, aber wirkungsvoller Sicherheitsmechanismus, den Taucher seit den 1950er-Jahren nutzen, um ihre verbleibende Luftreserve im Blick zu behalten.
Zwei Linien, ein Erbe
Superocean oder Superocean Heritage: Welche passt zu wem?
Neben der vintage-inspirierten Heritage-Linie führt Breitling parallel die sportlichere Superocean-Kollektion – kompromisslos auf den Taucheinsatz ausgelegt, mit einer Wasserdichtigkeit von bis zu 300 Metern. Wer die Optik der 1950er-Jahre schätzt und ein schlankeres Gehäuse bevorzugt, findet in der Heritage die passende Wahl; wer eine Uhr für den tatsächlichen Taucheinsatz sucht, liegt mit der sportlicheren Superocean richtig.
Beide Linien teilen sich den Ursprung von 1957 – und denselben Anspruch an Präzision, den Breitling bereits mit der Navitimer und deren integriertem Rechenschieber unter Beweis gestellt hat.
Tauchen liegt näher, als man denkt
Warum lohnt sich eine Beratung vor dem Kauf einer Superocean?
Auch ohne eigene Küste hat das Saarland eine aktive Tauchszene – etwa am Bostalsee bei Nohfelden, wo Tauchschulen ganzjährig Kurse anbieten und ein gesunkenes Schiff in rund zehn Metern Tiefe zu den bekannten Tauchzielen der Region zählt. Für Taucher wie für Sammler stellt sich vor dem Kauf dieselbe Frage: reicht die sportlichere Superocean, oder soll es die vintage-geprägte Heritage-Version sein?
Als autorisierter Breitling-Händler führt Juwelier Eckstein in Saarbrücken die aktuellen Superocean-Modelle beider Linien und berät zu Gehäusegröße, Zifferblattfarbe und tatsächlichem Einsatzzweck – jenseits reiner Optik.
Auch die Wahl des Armbands gehört zu dieser Beratung: Ein Kautschuk- oder Textilarmband eignet sich für den tatsächlichen Wassereinsatz meist besser als Edelstahl, während ein Metallarmband im Alltag oft die vielseitigere Option bleibt. Genau diese Abwägung zwischen Einsatzzweck und Alltagstauglichkeit gehört für uns ebenso zur Beratung wie die technischen Unterschiede zwischen den beiden Superocean-Linien.
FAQ
Häufige Fragen zur Breitling Superocean
1957, gleichzeitig als zeitanzeigendes Modell (Referenz 1004) und als Chronograph (Referenz 807). Der Zeitpunkt markierte das 25-jährige Jubiläum von Willy Breitling an der Spitze des Familienunternehmens.
Die Superocean ist die sportlichere, auf den Taucheinsatz ausgelegte Linie mit einer Wasserdichtigkeit von bis zu 300 Metern. Die Superocean Heritage orientiert sich am Design von 1957, ist bis 200 Meter wasserdicht und mit dem Manufakturkaliber B31 beziehungsweise B01 ausgestattet.
Je nach Linie und Modell zwischen 200 Metern (Superocean Heritage) und 300 Metern (aktuelle Superocean-Automatikmodelle). Beide Werte liegen deutlich über dem, was im Alltag benötigt wird.
Ja. Sämtliche mechanischen Breitling-Kaliber, auch die der Superocean-Linien, tragen die COSC-Zertifizierung – das anerkannte Gütezeichen für Chronometerpräzision.
Juwelier Eckstein in der Bahnhofstraße 1–3 am St. Johanner Markt ist autorisierter Breitling-Händler und führt aktuelle Modelle beider Superocean-Linien.
Beratungstermin bei Juwelier Eckstein in Saarbrücken
- Telefon: 0681 34776
- E-Mail:info@juwelier-eckstein.de
- Online: Termin direkt vereinbaren
- Persönlich: Bahnhofstraße 1–3, 66111 Saarbrücken — direkt am St. Johanner Markt. Montag bis Samstag, 10:00 bis 18:00 Uhr.
Ob Einstieg in die Welt der Taucheruhren oder gezielte Suche nach einem bestimmten Superocean-Modell: Das Team von Juwelier Eckstein in der Bahnhofstraße 1–3 berät zu allen aktuellen Breitling-Kollektionen persönlich vor Ort. Vereinbaren Sie eine Beratung – Öffnungszeiten finden Sie auf unserer Website.
Mehr zu unserem Schmuck- und Uhrenangebot in unserem Haus erfahren Sie in unserem Beitrag Manufakturen, die wir lieben.


















