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Ein Code, den jeder Ring trägt

Karat, 333, 585, 750, 999 — was der Stempel im Gold bedeutet

In der Beratung bei uns am Saarbrücker St. Johanner Markt taucht kaum eine Woche ohne diese Frage auf: Ein Kunde legt einen geerbten Ring oder eine alte Kette auf den Tisch, deutet auf eine winzige Zahl im Metall – 333, 585 oder 750 – und möchte wissen, was sie bedeutet. Diese Ziffern sind kein Zufall und keine Modellbezeichnung. Sie sind der Feingehaltsstempel, und er verrät in Sekunden, wie viel echtes Gold tatsächlich in einem Schmuckstück steckt – lange bevor eine Waage oder ein Prüfgerät zum Einsatz kommt.

Winzig, aber entscheidend

Was bedeutet die Zahl im Stempel?

Der Feingehaltsstempel – auch Feingehaltspunze genannt – gibt an, wie viele von 1000 Gewichtsteilen eines Schmuckstücks aus reinem Gold bestehen. Die Zahl wird in Tausendteilen ausgedrückt: 585 bedeutet also 585 von 1000 Teilen Feingold, also 58,5 Prozent. Der Rest ist eine Legierung aus anderen Metallen. In Deutschland ist diese Kennzeichnung seit dem Feingehaltsgesetz von 1884 gesetzlich vorgeschrieben – wer einen falschen Feingehalt einstempelt oder verkauft, begeht Betrug.

  • 333 (8 Karat) – 33,3 % Feingold – der niedrigste in Deutschland zulässige Feingehalt für Schmuckgold
  • 375 (9 Karat) – 37,5 % Feingold – vor allem in Großbritannien und Irland üblich, in Deutschland selten
  • 585 (14 Karat) – 58,5 % Feingold – der in Deutschland mit Abstand gängigste Feingehalt für Schmuck
  • 750 (18 Karat) – 75 % Feingold – hochwertige Fassungen, Steinbesatz, viele Markenkollektionen
  • 916 (22 Karat) – 91,6 % Feingold – international verbreitet, etwa im Nahen Osten, in Deutschland selten
  • 999 bzw. 999,9 (24 Karat) – Feingold in nahezu reiner Form – Standard bei Barren und Anlagemünzen, kaum bei Schmuck

Der Stempel selbst ist meist kaum größer als ein Reiskorn und sitzt an unauffälliger Stelle – innen im Ring, am Kettenverschluss oder auf der Rückseite eines Anhängers. Ohne Lupe oder geschultes Auge lässt er sich oft nur erahnen.

Nicht jedes goldfarbene Schmuckstück trägt überhaupt einen Feingehaltsstempel. Vergoldeter Schmuck, oft als „Doublé“ oder „Gold-Vermeil“ bezeichnet, besteht aus einem unedlen Grundmetall oder aus Silber mit einer hauchdünnen Goldschicht – hier gibt es keinen Feingehalt im eigentlichen Sinn, allenfalls einen Hinweis auf die Stärke der Beschichtung. Fehlt der 333-, 585- oder 750-Stempel völlig, handelt es sich in aller Regel nicht um massives Schmuckgold.

Schmuck: Ring Multisize Gelbgold (Kopie) aus 750 Gelbgold von Serafino Consoli
Serafino Consoli

Ring Multisize Gelbgold/Weißgold Diamanten

 12.250,00
Schmuck: Ring Multisize Gelbgold (Kopie) aus 750 Gelbgold von Serafino Consoli
Serafino Consoli

Ring Multisize Gelbgold

 5.450,00
Schmuck: Ring Multisize Weißgold (Kopie) aus 750 Gelbgold von Serafino Consoli
Serafino Consoli

Ring Multisize Gelbgold

 8.250,00

Zwei Sprachen für denselben Wert

Karat oder Feingehalt: zwei Maßeinheiten für dieselbe Sache

Neben dem Feingehalt in Tausendteilen ist international vor allem die Karat-Angabe gebräuchlich – eine Skala von 0 bis 24, wobei 24 Karat reinem Gold entspricht. Beide Systeme beschreiben denselben physikalischen Sachverhalt, nur mit unterschiedlicher Rechenbasis: Karat teilt Gold in 24 Anteile, der Feingehalt in 1000. Wer umrechnen möchte, teilt den Feingehalt durch 1000 und multipliziert mit 24 – aus 750 werden so 18 Karat, aus 585 werden 14 Karat.

Der Begriff „Karat“ selbst reicht historisch weit zurück: Er leitet sich vom griechischen Wort für den Samen des Johannisbrotbaums ab, dessen bemerkenswert gleichmäßiges Gewicht Händler jahrhundertelang als kleine, verlässliche Gewichtseinheit für Gold und Edelsteine nutzten. Der Feingehaltsstempel in Tausendteilen ist dagegen die jüngere, präzisere Variante – sie hat sich in Kontinentaleuropa als rechtlich verbindliche Angabe durchgesetzt, während „Karat“ im Alltag und international weiterhin die geläufigere Bezeichnung bleibt.

Schmuck: Chopard Ice Cube Ring aus Gelbgold Diamant W53 (Kopie) aus 750 Gelbgold von CHOPARD
Chopard

Ice Cube Ring W53

 2.420,00
Schmuck: Chopard Happy Dimanonds Armband Gelbgold mit Diamanten 19,5cm aus 750 Weißgold von CHOPARD
Chopard

Happy Diamonds Icons Armband 19,5cm

 2.220,00
Schmuck: Chopard Ice Cube M Armreif Gelbgold mit Diamanten aus 750 Gelbgold von CHOPARD
Chopard

Ice Cube Armreif Gr.M

 10.500,00

Wenn Reinheit zur Schwachstelle wird

Warum Schmuckgold fast nie 999 ist

Reines Gold mit einem Feingehalt von 999 ist auffallend weich – auf der Mohs-Skala liegt es bei etwa 2,5 bis 3, kaum härter als ein Fingernagel. Für einen Ring, der täglich anstößt, oder einen Verschluss, der sich hundertfach öffnet und schließt, ist das ungeeignet: Das Metall würde sich verformen und schnell sichtbare Gebrauchsspuren zeigen.

Deshalb wird Feingold für Schmuck legiert – mit Kupfer, Silber, Zink oder Palladium. Diese Beimischungen erhöhen nicht nur die Härte, sondern bestimmen auch die Farbe: Kupfer verstärkt den warmen Rot- und Gelbton klassischen Schmuckgolds, während Palladium oder Silber dem Gold den charakteristischen kühlen Ton von Weißgold verleihen. Wie genau diese Legierung bei Weißgold zusammenwirkt und weshalb der Schmuck dafür zusätzlich rhodiniert wird, haben wir in einem eigenen Beitrag ausführlich beschrieben.

Schmuck: Chopard Ice Cube M Armreif Gelbgold aus 750 Gelbgold von CHOPARD
Chopard

Ice Cube Armreif Gr.M

 6.050,00
Schmuck: Chopard Happy Diamonds Icons Ring Diamant Gelbgold W52 aus 750 Gelbgold von CHOPARD
Chopard

Happy Diamonds Icons Ring W54

 2.550,00
Schmuck: Chopard Ice Cube Ring aus Gelbgold Diamant Größe 56 aus 750 Gelbgold von CHOPARD
Chopard

Ice Cube Ring W53

 2.470,00

In unserer Werkstatt am St. Johanner Markt zeigt sich dieser Unterschied bei jeder Umarbeitung: 750er Gold lässt sich feiner und detailreicher verarbeiten, etwa für filigrane Fassungen mit Steinbesatz, während 585er Gold durch seinen höheren Legierungsanteil im Alltag oft die widerstandsfähigere Wahl ist – ein Grund, warum viele Trauringe genau in diesem Feingehalt gefertigt werden.

Vertrauen statt amtlicher Prüfstelle

Deutschland vertraut, England prüft: unterschiedliche Systeme in Europa

Was viele überrascht: Anders als in Großbritannien gibt es in Deutschland keine amtliche Prüfstelle, die jedes Schmuckstück vor dem Verkauf einzeln kontrolliert. Seit dem Feingehaltsgesetz von 1884 gilt hierzulande ein Prinzip der Eigenverantwortung: Hersteller und Juweliere stempeln den Feingehalt selbst – tragen dafür aber die volle rechtliche Verantwortung. Falsche Angaben werden nicht durch eine Vorabprüfung verhindert, sondern über Marktüberwachung und im Betrugsfall strafrechtlich geahndet.

In Großbritannien läuft das anders: Seit dem Hallmarking Act von 1973 muss Schmuck ab einem bestimmten Gewicht durch eines von vier amtlichen Prüfämtern – unter anderem in London und Birmingham – geprüft und mit einem eigenen Prüfzeichen versehen werden, bevor er verkauft werden darf. Auch Frankreich kennzeichnet Feingehalte, verlässt sich dabei aber traditionell auf staatlich kontrollierte Punzen statt auf die Eigenverantwortung der Hersteller.

Für unsere Kundschaft aus Saarbrücken, Lothringen und Luxemburg ist das mehr als eine Randnotiz: Wer ein Schmuckstück aus Frankreich mitbringt oder ein Erbstück aus dem Ausland einschätzen lassen möchte, trifft auf ein anderes Punzensystem als das deutsche – und genau hier hilft eine fachkundige Einordnung vor Ort.

Schmuck: Chopard Ice cube Ring Gelbgold Diamanten W55 aus 750 Gelbgold von CHOPARD
Chopard

Ice Cube Ring W55

 6.680,00
Schmuck: Chopard Creolen Ice cube Ohrringe Gelbgold aus 750 Gelbgold von CHOPARD
Chopard

Ice Cube Ohrringe Gelbgold

 5.710,00
Schmuck: Chopard Creolen Ice Cube Ohrringe Mini Gelbgold aus 750 Gelbgold von CHOPARD
Chopard

Ice Cube Ohrringe Gelbgold

 3.030,00

FAQ

Häufige Fragen zu Goldstempeln und Feingehalt

585 steht für den Feingehalt in Tausendteilen: 585 von 1000 Anteilen sind reines Gold, das entspricht 58,5 Prozent bzw. 14 Karat. Der Rest der Legierung besteht aus anderen Metallen wie Kupfer, Silber oder Palladium, die Farbe und Härte beeinflussen.

Ja. 333 ist der niedrigste in Deutschland zulässige Feingehalt für Schmuckgold – 33,3 Prozent des Gewichts sind reines Gold. Es handelt sich um echtes, aber stark legiertes Gold, das in der Regel härter und günstiger als 585er oder 750er Gold ist.

Anders als beispielsweise in Großbritannien verlässt sich Deutschland seit dem Feingehaltsgesetz von 1884 auf die Eigenverantwortung der Hersteller und Händler. Der Stempel wird selbst angebracht, muss aber nachweislich korrekt sein – ein falscher Feingehalt gilt als Betrug.

Juwelier Eckstein am St. Johanner Markt in der Bahnhofstraße 1–3 prüft Feingehaltsstempel an hochwertigem geerbten oder im Ausland erworbenen Schmuckstücken im Rahmen der persönlichen Beratung.

999 bzw. 999,9 kennzeichnet Feingold mit einem Reinheitsgrad von nahezu 100 Prozent, entsprechend 24 Karat. Da reines Gold sehr weich ist, kommt dieser Feingehalt fast ausschließlich bei Barren und Anlagemünzen vor, kaum bei Schmuck.

Beratungstermin bei Juwelier Eckstein in Saarbrücken

  • Telefon: 0681 34776
  • E-Mail:info@juwelier-eckstein.de
  • Online: Termin direkt vereinbaren
  • Persönlich: Bahnhofstraße 1–3, 66111 Saarbrücken — direkt am St. Johanner Markt. Montag bis Samstag, 10:00 bis 18:00 Uhr.

Wenn ein Stempel abgegriffen, unleserlich oder aus einem fremden System ist, prüft unser Team am St. Johanner Markt gerne genauer hin. Diese kurze Einschätzung gehört für uns ebenso zur Beratung wie das Gespräch über ein neues Schmuckstück – ob es um ein Erbstück, einen Ankauf oder eine geplante Umarbeitung in unserer Werkstatt geht.

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